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Nachhaltige Geldanlagen: Rendite sichern und das Klima schützen


Nachhaltige Geldanlagen: Rendite und Klimaschutz Wer seine Kapitalanlage bewusst wählt, kann maßgeblich den Klimaschutz voranbringen - und muss auf Rendite nicht verzichten.  Zwei neue Studien, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wurden, haben den Zusammenhang zwischen aktivem Klimaschutz und der Wahl der Kapitalanlage untersucht.
 
Die Analysen des „Kohlenstoff-Fußabdrucks von Kapitalanlageprodukten" von Adelphi Consult belegen, dass auch private Geldanlagen erheblich mit Treibhausgas-Emissionen verknüpft sind. Das Klimaschutzpotenzial ist hier enorm: So bringen klimafreundliche Kapitalanlagen durchschnittlich rund 42 Prozent weniger Treibhausgase mit sich als konventionelle Produkte. Das heißt: Bei 10.000 investierten Euro werden konventionell rund fünf Tonnen Treibhausgas-Emissionen mitfinanziert. Im Vergleich dazu spart die klimafreundliche Variante mehr als zwei Tonnen Treibhausgase ein.
 
Um das deutsche Klimaschutzziel für 2020 zu erreichen, die Reduktion des nationalen Treibhausgas-Ausstoßes um 40 Prozent verglichen mit dem Niveau von 1990, müssen in Deutschland jährliche Klimaschutz-Investitionen von über 30 Milliarden Euro getätigt werden. Aufgrund der hohen inländischen Beschäftigungswirkung und den immensen Kosteneinsparungen bei Energieimporten zahlen sich diese Investitionen für die gesamte Wirtschaft aus.

Eine weitere Studie, die vom Marktforschungsunternehmen Forsa im Auftrag der Union Investment - der Fondsgesellschaft im Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken - durchgeführt wurde, belegt zudem, dass die meisten Verbraucher bei nachhaltigen Geldanlagen zu Zugeständnissen bei der Rendite bereit sind. Das berichtet das „Handelsblatt“.
 
Demnach würden sich 63 Prozent der Befragten mit weniger Rendite begnügen, wenn das Geld in eine nachhaltige Unternehmung investiert wird. Demgegenüber war es nur eine Minderheit von 35 Prozent der 500 Befragten, die in keinem Falle auf einen Teil ihres Gewinns verzichten würden. 
 
Eine entscheidende Rolle bei der Bewertung der Attraktivität der nachhaltigen Geldanlagen spielte dabei das Alter der Befragten: 45 Prozent der zwischen 20 und 29-jährigen hielten eine nachhaltige Geldanlage für attraktiv. Diese Quote übertraf den Durchschnittswert aller Befragten um 13 Prozent. Die hohe Zustimmung vor allem unter jungen Menschen zeigt, dass Nachhaltigkeit in Zukunft bei der Wahl der Geldanlage an Bedeutung gewinnen wird.
 
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