Altersvorsorge : Artikel : Seite 1/2

Studie: Kaufkraft der Renten wird deutlich sinken


Kaufkraft zukünftiger Renten sinkt, jetzt vorsorgen!Rentenreformen lassen das Einkommen der zukünftigen Rentner deutlich sinken. Durch überproportional steigende Kosten etwa für Gesundheit und Pflege wird die zukünftige Kaufkraft zudem weiter geschmälert. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hat den Versuch unternommen, diesen zusätzlichen Kaufkraftverlust und die dafür notwendigen Sparanstrengungen für die private Altersvorsorge beziffern und warnt vor großen Einkommenslücken.

Heute verfügt beispielsweise ein zweiköpfiger 60- bis 64-jähriger Rentnerhaushalt nach Abzug aller Steuern und Abgaben über etwa 1.700 Euro netto. Um 2030 den gleichen Lebensstandards zu halten, muss eine privat ersparte Rente in Höhe von brutto 245 bis 329 Euro hinzukommen.

Bei dieser Berechnung ist allerdings noch nicht berücksichtigt, dass es zusätzlich einen rentnerspezifischen Kaufkraftverlust geben wird. „Weil rentnerspezifische Güter und personalintensive Dienstleistungen in den Bereichen Freizeit, Gesundheit und Pflege im Preis schneller steigen als die durchschnittliche Inflationsrate, wird dieser Kaufkraftverlust eine bedeutende neue Einkommenslücke in den Geldbeutel der künftigen Rentner reißen“, erläutern die Autoren der DIA-Studie.

Für ein typisches Rentnerpaar erhöht sich das Minus damit um bis zu 179 Euro pro Monat von 329 Euro auf 508 Euro. Zur Schließung der kompletten Einkommenslücke müssen dann 4,9 Prozent bis 8,4 Prozent (statt bisher 4,1 bis 5,5 Prozent) des Bruttoeinkommens regelmäßig zurückgelegt werden. Mieter sind dabei stärker betroffen als schuldenfreie Wohnungseigentümer, die nur noch die Wohnnebenkosten zahlen müssen.
 
 
 
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